Kölner Pegel

39 Suchergebnisse

Luftbild Klärwerk Köln Langel

Klärwerk Köln-Langel

Das zweitgrößte Kölner Klärwerk behandelt Abwasser für 85.000 Menschen und deckt seinen Strom- und Wärmebedarf nahezu vollständig aus eigener Produktion mit Klärgas.

Rundräumer in einem Nachklärbecken, dahinter fünf Faulbehälter auf einem Klärwerksgelände.

Klärwerke

Fünf moderne Klärwerke reinigen Kölns Abwasser rund um die Uhr. Erfahren Sie, wie die StEB Köln für sauberes Wasser sorgen – effizient, umweltfreundlich und immer im Einsatz für Mensch und Natur.

Kontakt

Ob Störung, Hochwasser, Führung oder Bewerbung – auf der Kontaktseite der StEB Köln finden Sie schnell die richtige Ansprechperson für Ihr Anliegen. Direkt, zuverlässig und themenspezifisch.
Das Foyer des Verwaltungsgebäudes der StEB Köln. Im Hintergrund stehen fünf Metallsäulen. Im Vordergrund befinden sich Mitarbeitende der StEB Köln, die sich unterhalten und mit dem Rücken zur Kamera stehen. Das Logo der StEB Köln befindet sich auf dem Boden.

Organisation & Standorte

Erfahren Sie wie die Stadtentwässerungsbetriebe Köln organisiert sind, wer im Vorstand und in der Geschäftsleitung sitzt und welche Standorte das Kommunalunternehmen in Köln hat.
Fünf Faultürme auf dem Großklärwerk in Stammheim bei strahlend blauem Himmel

KARL – Kommunale Abwasserrichtlinie

Stickstoff und Phosphor sollen fast vollständig aus dem Abwasser verschwinden, das stellt die Klärwerke vor eine große Herausforderung. Erfahren Sie mehr darüber, wie die StEB die neuen EU-Vorgaben erreichen wollen.
Ein Belebungsbecken auf dem Klärwerk Köln Langel. Im Hintergrund sind die beiden Faultürme .

Der Weg des Abwassers

Was passiert nach der Toilettenspülung? Verfolgen Sie den Weg des Abwassers durch das 2.400 km lange Kölner Kanalsystem – vom Abfluss in Ihrem Zuhause bis zur Kläranlage und schließlich in den Rhein.
Luftaufnahme vom Retentionsraum Langel Niederkassel. Es sind Felder und die Absperrelemente im Deich zu sehen.

Retentionsraum Porz-Langel

Die StEB Köln zeigen, wie der Retentionsraum Porz-Langel seit 2009 wirkt: Er fasst bis zu 5 Mio. Kubikmeter Rheinwasser und senkt bei Hochwasser den Pegel – für mehr Sicherheit in Köln und darüber hinaus.

„Holy Shit“-Projekt macht Fäkalien zu Dünger

Seit ein paar Wochen steht Kölns erste öffentliche Trockentoilette im Volksgarten. Die hier gesammelten Fäkalien werden zum Klärwerk der StEB Köln in Langel gebracht und dort so aufbereitet, dass sie in einer Kompostieranlage weiterverarbeitet werden können. Man spricht hier von Hygienisierung. „Holy Shit“ ist ein Pilotprojekt, das von Anastasia Bondar im Rahmen ihrer Masterarbeit an der TH Köln International School of Design (KISD) angestoßen wurde. Die Grundidee: Menschliche Fäkalien sind kein Abfallprodukt, sondern ein Wertstoff – und damit passend zum Projektnamen „heilig“. Im Rahmen des Projekts entwarf Bondar eine Trockentoilette, die ohne Chemie auskommt und Fest- und Flüssigstoffe voneinander trennt. Diese Trockentoilette wurde in Kooperation mit der Stadt Köln und den städtischen Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB) im November 2023 im Kölner Volksgarten aufgestellt. Seitdem werden die hier gesammelten Fäkalien zum Klärwerk der StEB Köln in Langel gebracht und dort in einem Container hygienisiert: Hierbei wird das Material so belüftet, dass die Organismen auf Hochtouren gebracht werden. Dadurch entsteht eine Temperatur von 70°C und Krankheitserreger wie beispielsweise E.coli oder Salmonellen werden inaktiviert. Im nächsten Schritt der Kompostierungskette folgt die Humifizierung bei „:metabolon“, der Anlage des Bergischen Abfallverbands in Lindlar. Um den Kreislauf zu schließen, könnte dieser Kompost im letzten Schritt als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden. In Deutschland und in vielen anderen Ländern ist der Einsatz von Kompost aus verdaulichen Lebensmitteln in der kommerziellen Landwirtschaft allerdings (noch) nicht erlaubt. Diese Hürde gilt es demnach noch zu überwinden.
Vier Faulbehälter auf dem Großklärwerk Stammheim

Großklärwerk Köln-Stammheim

Das größte Klärwerk Kölns reinigt rund 84 % des städtischen Abwassers – energieeffizient, ressourcenschonend und mit eigenem Blockheizkraftwerk für Strom- und Wärmeerzeugung.
Faultürme des Wahner Klärwerks

Klärwerk Köln-Wahn

Im rechtsrheinischen Köln liegt in Wahn eines unserer fünf Klärwerke. Dabei handelt es sich um eine Anlage des Wasser- und Bodenverbandes Wahn und wird seit 2004 von den StEB Köln als Mitglied dieses Verbandes betrieben.
Mit Wasser gefüllten Ablaufkanal im Kronleuchtersaal

Gerüche

Frisches Abwasser stinkt nicht – wenn genug Sauerstoff im Spiel ist! Erfahren Sie, warum Kölns Kanalisation meist geruchsfrei bleibt, wie die StEB Köln dies kontrollieren und was bei auftretenden Gerüchen hilft.
Blick aus der Luft auf verschiedene Anlagen des Klärwerks Rodenkirchen

Klärwerk Köln-Rodenkirchen

Im Süden Kölns wird Abwasser nicht nur effizient gereinigt, sondern auch Energie gewonnen – mit eigener Klärgasverstromung und einer Filteranlage zur Spurenstoffelimination.
Blick aus der Luft auf verschiedene Anlagen des Klärwerks Weiden

Das Klärwerk Köln-Weiden

Im Kölner Westen reinigen wir das Abwasser von rund 55.000 Menschen – ressourcenschonend, leistungsstark und umweltfreundlich. Das Klärwerk Köln-Weiden ist eine von fünf Anlagen, die die StEB Köln im gesamten Stadtgebiet betreiben. Hier setzen wir auf bewährte Technik, nachhaltige Prozesse und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Anlagentechnik.
Luftbild mit verschiedenen Anlagen des Großklärwerks Stammheim

FlexAqua: Wie KI mehr Effizienz ins Klärwerk bringt

Strom und Wärme dann verbrauchen, wenn sie gerade besonders klimafreundlich und günstig sind: Klingt smart! Wie kann das in einer so komplexen Anlage wie dem Großklärwerk Köln-Stammheim gelingen? Das Forschungsprojekt FlexAqua setzt auf KI und liefert vielversprechende Antworten.
Ein Baum und ein Verwaltungsgebäude spiegeln sich in einer Pfütze, dahinter befindet sich ein Parkplatz.

Umwelt & Nachhaltigkeit

Wir arbeiten konsequent daran, bis 2030 klimaneutral zu werden. Erfahren Sie mehr über unsere richtungsweisenden Maßnahmen für den Klimaschutz und die Umwelt.

Anträge und Formulare

Sie benötigen einen Kanalanschlussschein oder möchten Ihre Schmutzwassergebühren aufgrund von Gartenbewässerung reduzieren? Sämtliche Formulare rund um unsere Service-Leistungen finden Sie hier.
Ein Kamerateam begleitet einen Auszubildenden zum Elektroniker für Betriebstechnik bei seiner Arbeit auf dem Klärwerk.

Ausbildung Elektroniker*in für Betriebstechnik

Ob Stromversorgung, Steuerungstechnik oder Störungsbehebung – als Elektroniker*in für Betriebstechnik installierst, wartest und programmierst du Anlagen, damit Klärwerke und Technik zuverlässig funktionieren. Mach deine Ausbildung mit Sinn!
Eine überflutete Aue in Rodenkirchen. Im Vordergrund steht eine Barke, die vor dem Hochwasser warnt.

Hochwasserschutzbauwerke

Bauliche Schutzanlagen, vorbeugende Maßnahmen und ein leistungsfähiges Hochwassermanagement sind die wesentlichen Elemente, die den ganzheitlichen Hochwasserschutz in Köln ausmachen. So tragen Hochwasserschutzbauwerke dazu bei, Menschen, Infrastruktur und Umwelt bestmöglich vor den Folgen von Rheinhochwasser zu schützen.
Eine Person steht vor einer Toilette und hält eine Rolle Toilettenpapier in der Hand.

Was gehört nicht in die Toilette?

Falsche Entsorgung im Abfluss belastet Umwelt, Kanalnetz und Kläranlagen – mit teuren Folgen. Erfahren Sie, was nicht in die Toilette gehört und wie Sie Kölns Abwassersystem schützen.
Ein Windrad vor blauem Himmel mit weißen Wolken.

Windenergieanlage auf dem GKW

Die StEB Köln planen den Bau einer Windenergieanlage auf dem Gelände des Großklärwerks Köln-Stammheim. Das Projekt ist Teil der Strategie, den Betrieb des Unternehmens bis 2030 klimaneutral zu gestalten.
Auf dem Foto sieht man den Retentionsraum Worringen aus der Luft fotografiert.

Retentionsräume

Erfahren Sie, wie Köln mit steuerbaren Retentionsräumen gezielt Hochwasser zurückhält – für weniger Pegel, mehr Zeit im Ernstfall und mehr Sicherheit entlang des Rheins.

Retentionsraum Worringen aus der Luft fotografiert

Retentionsraum Worringen

Gezielt geflutet schützt der geplante Retentionsraum Worringen bei Extremhochwasser – mit bis zu 17 cm Pegelabsenkung oder 14 Stunden Zeitgewinn für Evakuierungen.

Viele Rohrelemente hintereinander. Sie liegen auf der Baustelle und werden demnächst verbaut.

Großbaustelle Entwässerung Esch-Pesch-Auweiler liegt voll im Zeitplan

Für eine zukunftsfähige Entwässerung in Esch, Pesch und Auweiler ersetzen die StEB Köln das bestehende System durch eine neue technische Gesamtlösung. Die Umsetzung der Großbaumaßnahme schreitet gut voran, alle Teilabschnitte liegen weiterhin im Zeitplan. Pumpwerk Martinusstraße: Rohbau steht Zentraler Bestandteil des Vorhabens ist der im September 2023 gestartete Neubau des Abwasserpumpwerks in der Martinusstraße. Hier ist der Rohbau weitgehend abgeschlossen. Mitte 2026 beginnt der Einbau der Maschinentechnik: darunter vier Schmutzwasser- und fünf Regenwasserpumpen mit Förderleistungen von bis zu 110 bzw. 3.200 Litern pro Sekunde. Am neuen Pumpwerk wird das Schmutzwasser von Pesch, Esch und Auweiler gesammelt und von dort per Druckleitung zum Klärwerk Langel gefördert. Bei stärkeren Regenereignissen wird das überschüssige Regenwasser über zwei Druckleitungen in den Kölner Randkanal gepumpt. Zuleitungssystem: Erste Etappe geschafft Im November 2025 wurde der von Pesch nach Esch verlaufende Stauraumkanal an das neue Pumpwerk angeschlossen. Damit ist der erste Abschnitt des Zuleitungssystems, bestehend aus 373 Betonrohren auf einer Länge von rund 960 Metern fertiggestellt. Der Stauraumkanal mit 3.500 Kubikmeter Rückhaltevolumen ersetzt den bisherigen offenem Vorflut-Kanal. Bei Starkregenereignissen kann zukünftig das Wasser aus dem höher gelegenen Stadtteil Pesch zurückzuhalten und das Pumpwerk Martinusstraße vor Überlastung geschützt werden. Dadurch wird die Überflutungsgefahr in den umliegenden Ortschaften verringert. Der nächste, Mitte November 2025 gestartete Bauabschnitt, verläuft vom Staubauwerk an den Escher Seen bis zum Pumpwerk Pesch. Hier kommen in offener Bauweise Betonrohre mit einem sogenannten Drachenprofil und einem Innendurchmesser von 2 Metern zum Einsatz. Im Frühsommer 2026 sollen die Rohre an das Pumpwerk an der Pescher Straße angeschlossen werden. Ableitungssystem: 600 Meter bereits verlegt Die beiden Druckrohrleitungen in Richtung Randkanal wurden auf einer Länge von 600 Metern zwischen Martinusstraße und Greesberger Straße verlegt. Bis Sommer 2026 folgen entlang der Orrer Straße die verbleibenden knapp 900 Meter. Anfang 2026 wird zudem das Auslassbauwerk in den Kölner Randkanal in Pulheim gebaut. Zur Trockenlegung des Bauabschnitts ist zeitweise eine leistungsstarke mobile Pumpanlage mit einer Förderleistung von 3.000 Litern pro Sekunde erforderlich. „Wir freuen uns, dass diese komplexe Großbaumaßnahme so reibungslos voranschreitet", erklärt Dr. Christian Gattke, Geschäftsbereichsleiter Wasserwirtschaftliche Grundlagen und Investitionen. „Mit dem modernisierten Entwässerungssystem schaffen wir eine zukunftsfähige Infrastruktur für die drei Stadtteile. Das neue System kann Abwasser und Regenwasser effizienter ableiten, entlastet die Kanalisation nachhaltig und reduziert damit die Überflutungsgefahr in den umliegenden Ortschaften." Das Pumpwerk wird wie geplant Anfang 2027 in Betrieb genommen. Abschließend wird der Vorflutgraben entlang der Orrer Straße verfüllt und die Oberflächen sowie die Geh- und Radwege werden wiederhergestellt. Schnittstelle zwischen Anschluss Pumpwerk Martinusstr. und Stauraumkanal des Zuleitungssystems

StEB Köln laden zum Girls’ Day 2024 aufs Klärwerk Weiden ein

Am 25. April findet der nächste Girls’ Day statt. An dem Tag können Mädchen einen Einblick in den Berufsalltag zahlreicher Unternehmen werfen – auch in den auf dem StEB Köln-Klärwerk in Weiden. Was passiert eigentlich mit unserem Abwasser? Wie funktionieren ein Klärwerk und die Schmutzwasserreinigung? Was haben eine Umwelttechnologin für Abwasserbewirtschaftung, eine Elektronikerin oder eine Industriemechanikerin damit zu tun? Und warum darf man beim Beruf der Umwelttechnologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen keine Angst in engen Räumen haben? Das alles erklären die StEB Köln am nächsten Girls’ Day von 9 bis 14 Uhr auf dem Klärwerk Köln-Weiden. Alle interessierten Mädchen können sich online über diese Webseite anmelden. Das Angebot ist barrierefrei.
Eine Mitarbeiterin der StEB Köln bei der Reinigung einer Schlammspiegelmessung an einem Nachklärbecken.

Ausbildung Umwelttechnolog*in für Abwasserbewirtschaftung

Wasser ist dein Element? Dann bring Kölns Abwasser in den Kreislauf zurück – mit Technik, Teamgeist und Verantwortung. Entdecke den Beruf mit Zukunft: Fachkraft für Abwassertechnik.
Ein Arbeiter baut eine Hochwasserschutzwand auf.

Hochwasser

Die StEB Köln schützen Sie und unsere Stadt vor Hochwasser. Erfahren Sie, welche Maßnahmen wir bei welchen Wasserständen ergreifen und wie Sie sich selbst und Ihr Gebäude schützen können.

Bewehrungskörbe für Bohrpfahlwände

Rheindüker

Mit fast 100 Jahren ist der Rheindüker, der das Abwasser von der linken zur rechten Rheinseite zum Großklärwerk transportiert, veraltet. Erfahren Sie mehr über den Bau des neuen Rheindükers!
Wärmetauscher für Wärmegewinnung aus dem Abwasser in einem großen Kanal. Mit der gewonnenen Wärme wird eine Schule beheizt.

Klimaschutz – Abwasserwärme

Klimafreundlich heizen mit Abwasser? In Köln geht das! Die StEB Köln zeigen, wie sich mit Wärmepumpen und Kanaltechnik CO₂ sparen lässt – direkt aus der städtischen Kanalisation.
Baumaßnahme eines Rohrvortriebes. Ein Mitarbeiter steht auf einer Leiter.

Kanalnetz & Kanalisation

Das rund 2.400 km lange Kölner Kanalnetz leitet Abwasser sicher zur Reinigung. Erfahren Sie, wie die StEB Köln das unterirdische System instand halten, modernisieren – und was bei Schäden oder Gerüchen passiert.
Kronleuchtersaal

Unsere Geschichte

Wir setzen Maßstäbe in der kommunalen Wasserwirtschaft. Erfahren Sie mehr über die Geschichte und Entwicklung der StEB Köln.
Eine geöffneter Schacht einer Kleinkläranlage.

Kleinkläranlagen und Sammelgruben

Ohne Kanalanschluss? Dann sind Kleinkläranlagen und Sammelgruben eine umweltgerechte Lösung zur Abwasserentsorgung für Bauernhöfe und Kleingärten – sicher, geprüft und mit Unterstützung der StEB Köln.
Eine Grafik, die für die Kommunikation der Gullyreinigung verwendet wird. Im Hintergrund ist der Umriss der Stadt Köln zu sehen, im Vordergrund ein Gully.

StEB Köln: Sinkkästenreinigung in den Kalenderwochen 33 und 34

In den Kalenderwochen 33 und 34 reinigen die StEB Köln die Sinkkästen („Gullys“) in folgenden Stadtteilen: Ensen, Langel (Porz), Libur, Lind, Marienburg, Wahn, Wahnheide und Zündorf. Darüber hinaus finden Reinigungsarbeiten in folgenden Straßen statt: Amsterdamer Straße und Nord-Süd-Fahrt. Während des Einsatzes der Reinigungsfahrzeuge kann es zu kurzzeitigen Verkehrseinschränkungen kommen. Die StEB Köln bitten hierfür um Verständnis und rufen die Bürger*innen dazu auf, in diesem Zeitraum möglichst nicht auf bzw. über den Gullydeckeln zu parken. Mit dieser Maßnahme stellen die StEB Köln die Funktionstüchtigkeit der Straßenentwässerung und den Schutz der Bevölkerung, der Umwelt und der Gebäude sicher. Die Reinigung der insgesamt rund 101.700 Sinkkästen im Kölner Stadtgebiet erfolgt entsprechend der Anforderungen, die sich aus unterschiedlichen Einflussfaktoren ergeben, kontinuierlich über das gesamte Jahr verteilt. Unterteilt wird nach Stadtteilen, Straßen und Schwerpunkten. Hinzu kommen kurzfristige Einsätze zur Störungsbeseitigung. Aktuelle Informationen sind auch immer hier zu finden.
Ein Baum und ein Verwaltungsgebäude spiegeln sich in einer Pfütze, dahinter befindet sich ein Parkplatz.

Zahlen & Fakten

Hier finden Sie unsere wichtigsten Zahlen, Daten, Fakten, Geschäftsberichte und Satzungen und lernen Sie einen der größten kommunalen Umweltdienstleister Kölns kennen.
Luftaufnahme vom Klärwerk Wahn

100 Jahre WBV Wahn - Tag der offenen Tür zum Jubiläum

Am kommenden Montag, 09.09.2024, feiert der Wasser- und Bodenverband Wahn (WBV Wahn) ein außergewöhnliches Jubiläum: Er wird 100 Jahre alt. Dieses Ereignis wird gemeinsam mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Wann? Samstag, 14. September von 10 bis 13 Uhr Wo? Klärwerk Köln-Wahn, Poststraße 250, 51147 Köln Beim Tag der offenen Tür haben Interessierte die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die Stationen der Abwasserreinigung hautnah zu erleben. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm: Führungen durch die Kläranlage Möglichkeit, die Kläranlage von oben mit einem 36 Meter hohen Hubsteiger zu besichtigen Wissenswertes über die StEB Köln und ihre Leistungen sowie über die verschiedenen Ausbildungsberufe Glücksrad mit attraktiven Preisen Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung zur Besichtigung der Kläranlage ist nicht erforderlich. Historischer Rückblick Der WBV Wahn wurde am 9. September 1924 von der Gemeinde Wahn, der Spich-Linder Bruchgenossenschaft, der Deutschen Sprengstoff AG und der Gemeinde Heumar als „Wassergenossenschaft Wahn“ gegründet. Ziel war der Bau einer Vorflut für die Bäche Butzbach, Scheuerbach und Asselbach sowie für das Oberflächenwasser der Wahner Heide, um Überschwemmungen durch den steigenden Grundwasserspiegel zu vermeiden. Der Bau des Rheinkanals I, der heute noch in Betrieb ist, trug wesentlich zur Entwässerung und Verbesserung der Grundwasserverhältnisse bei. In den 1950er-Jahren wurde die erste Kläranlage gebaut und der WBV Wahn übernahm die Reinigung der häuslichen und industriellen Abwässer. Seitdem wurde das Klärwerk kontinuierlich modernisiert und erweitert. Heute reinigt die Kläranlage Köln-Wahn die Abwässer von rund 70.000 Einwohnern sowie von Gewerbe- und Industriebetrieben mit einer Belastung von weiteren 15.000 Einwohnern. Mitglieder des WBV Wahn sind die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) und der Abwasserbetrieb Troisdorf. Eine detaillierte Übersicht über die historischen Meilensteine des WBV Wahn finden Sie hier (PDF) .
Die Kranhäuser am Rhein. Das Foto wurde von der rechten Rheinseite aufgenommen und im unteren Teil des Fotos sind große Steine zu sehen. Es ist Abenddämmerung und ein bewölkter Tag.

Erfolgreicher Abschluss des Geschäftsjahres 2023 und wegweisende Investitionen in die Zukunft

Die StEB Köln blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Mit einem Ergebnis über Plan konnte das Unternehmen erneut seine zentrale Rolle in der Abwasserbeseitigung, der Überflutungsvorsorge und der Gewässerentwicklung unterstreichen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Fortführung und Förderung einer „blau-grünen“ Stadtgestaltung, die maßgeblich zur klimaneutralen Zukunft Kölns beitragen soll. Insgesamt investierten die StEB Köln rund 49 Millionen Euro in die Modernisierung der Klärwerke sowie in die Sanierung von etwa 46 Kilometern des Kölner Kanalnetzes. Zudem wurden im Oktober 2023 die Bauarbeiten für den neuen Rheindüker gestartet – ein Jahrhundertprojekt, das die Zukunft der Kölner Abwasserinfrastruktur nachhaltig sichert. Bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2028 werden die StEB Köln rund 110 Millionen Euro in dieses wichtige Vorhaben investieren. „Neben der täglichen Verantwortung für die Abwasserableitung und -reinigung stehen wir auch vor vielfältigen Herausforderungen, die ein modernes Unternehmen der öffentlichen Daseinsvorsorge heute meistern muss“, betont Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln. „Im vergangenen Jahr ist es uns gelungen, wesentliche Fortschritte in der Abwasserentsorgung, dem Überflutungsschutz und der Klimaanpassung zu erzielen. Dabei haben wir mit der Einführung des ‚RegenKompass‘ und dem Ausbau unseres preisgekrönten Wasser-Risiko-Checks wichtige Impulse für eine klimaresiliente Stadt gesetzt.“ Die ausführlichen Ergebnisse, Projekte und Perspektiven der StEB Köln für das Jahr 2023 sowie die Weichenstellungen für eine nachhaltige Zukunft werden im aktuellen Geschäftsbericht vorgestellt. Dieser ist ab sofort als E-Paper hier online verfügbar.

Azubis übernehmen für eine Woche das Klärwerk in Köln-Weiden

Die Klärwerksübernahme der Azubis geht in diesem Jahr in die fünfte Runde: Vom 12. bis 16. August wird die Kläranlage in Köln-Weiden wieder eine Woche lang von Auszubildenden der StEB Köln aus verschiedenen Fachrichtungen geleitet. In dieser Zeit sind sie auf sich allein gestellt und übernehmen alle Aufgaben – von der Klärwerksleitung bis hin zu den täglich anfallenden Aufgaben. Bis auf zwei Ausbilder*innen und einen Betriebselektriker werden die Mitarbeitenden der Kläranlage in dieser Zeit nicht vor Ort sein und andere Tätigkeiten übernehmen. Zuvor haben sie die Auszubildenden intensiv in Theorie und Praxis auf ihre Aufgaben vorbereitet. Dazu gehören zum Beispiel Untersuchungen im Labor, die Fäkalienannahme oder die Schlammbehandlung und -entwässerung. Das Team setzt sich wie folgt zusammen: zwei Auszubildende für den Beruf der Fachkraft für Abwassertechnik (ab Ausbildungsstart 2024: Umwelttechnolog*in für Abwasserbewirtschaftung), ein Auszubildender für den Beruf Elektroniker*in für Betriebstechnik, ein Auszubildender für den Beruf Industriemechaniker*in, eine Auszubildende für den Beruf Wasserbauer*in und zwei Auszubildende für den Beruf Industriekaufleute. Unterstützt werden sie zudem von drei Auszubildenden (Fachkraft für Abwassertechnik) aus Frankfurt. Die Klärwerksübernahme ist ein Erfolgsprojekt und fester Bestandteil der Ausbildung bei den StEB Köln. Die Auszubildenden erhalten hier die Möglichkeit, bereits früh Verantwortung zu übernehmen, schwierige Aufgaben gemeinsam zu meistern und sich in besonders herausfordernden Situationen fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Voraussichtlich im September werden die StEB Köln ihre Ausbildungsplätze für 2025 veröffentlichen: www.steb-koeln.de/stellenangebote Foto: Einige der Auszubildenden während der Vorbereitung © StEB Köln
Fünf Personen halten einen Dammbalken einer Hochwasserschutzwand hoch. Im Hintergrund ist ein Teil einer Hochwasserschutzwand aufgebaut.

30 Jahre Hochwasserschutzkonzept: StEB Köln feiern ein Erfolgsmodell und üben den Ernstfall

Seit 30 Jahren schützt das Hochwasserschutzkonzept die Stadt Köln vor den Folgen von Rhein-Hochwasser. Dieses Jubiläum haben die StEB Köln heute gemeinsam mit der Kölner Bevölkerung sowie Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung mit einem Hochwasserschutz-Tag in der Kölner Altstadt gefeiert. Im Mittelpunkt standen die Würdigung von 30 Jahren Hochwasserschutzkonzept, eine Pressekonferenz sowie die jährliche Hochwasserschutzübung, bei der der Aufbau mobiler Schutzanlagen unter realistischen Bedingungen trainiert wurde. Der Tag wurde von einem vielfältigen Informations- und Mitmachangebot für die Bevölkerung begleitet. Das Hochwasserschutzkonzept wurde nach den extremen Hochwassern der Jahre 1993 und 1995 einstimmig vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Es markierte einen grundlegenden Wandel im Umgang mit Hochwasser: weg vom reinen Reagieren hin zu einem vorausschauenden, systematischen und langfristig angelegten Schutz der Stadt und ihrer Bevölkerung. Für Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln, standen am Hochwasserschutz-Tag neben der Technik vor allem der feierliche Anlass und die gemeinsame Leistung vieler Beteiligter im Fokus: „30 Jahre Hochwasserschutzkonzept bedeuten 30 Jahre Verantwortung, Weitsicht und konkrete Sicherheit für Köln. Dieses Jubiläum zeigt, was möglich ist, wenn Politik, Verwaltung und Einsatzkräfte konsequent zusammenarbeiten – und wenn Vorsorge nicht nur beschlossen, sondern auch umgesetzt wird.“ Seit 1995 wurden auf Grundlage des Konzepts unter anderem 28 Kilometer neue Hochwasserschutzmauern gebaut, 27 Kilometer bestehende Anlagen saniert und die Retentionsräume Langel und Worringen entwickelt. Heute umfasst der Hochwasserschutz in Köln rund 70 Kilometer Rheinufer, davon fast 11 Kilometer mobile Schutzwände. Bei Hochwasserereignissen in den Jahren 1999, 2011, 2018 und 2021 konnte die Stadt somit vor größeren Schäden bewahrt werden. Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte die über die Stadtgrenzen hinausgehende Bedeutung des Kölner Hochwasserschutzes: „Köln hat beim Hochwasserschutz Pionierarbeit geleistet. Seit drei Jahrzehnten zeigt die Stadt, wie wir uns konsequent gegen extreme Hochwasserereignisse wappnen können. Das Kölner Konzept ist in Zeiten des Klimawandels eine echte Erfolgsgeschichte. Es ist ein Beispiel dafür, wie vorausschauende Planung und innovative Maßnahmen nicht nur eine Stadt, sondern auch Regionen flussabwärts wirksam schützen können. Für uns im Land ist klar: Wir investieren weiter massiv in diese Vorsorge. Es gibt keine absolute Sicherheit, aber wir können uns bestmöglich vorbereiten – so wie hier in Köln.“ Auch William Wolfgramm, Kölner Dezernent für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften, hob den langfristigen Wandel im Umgang mit Hochwasser hervor: „Mit dem Hochwasserschutzkonzept hat Köln aus den Erfahrungen der 1990er-Jahre klare Konsequenzen gezogen. Es steht für einen echten Paradigmenwechsel: weg vom Improvisieren, hin zu Vorsorge und langfristiger Sicherheit für eine wachsende Stadt am Rhein.“ Ein zentraler Bestandteil des Hochwasserschutz-Tags waren die gut besuchten Hochwasserschutz-Führungen durch die Altstadt. Dabei erhielten die Bürger*innen anschauliche Einblicke in die technischen Schutzmaßnahmen entlang des Rheins und in die Abläufe im Hochwasserfall. Das Programm wurde durch Infostände der StEB Köln, des THW, der DLRG und des HochwasserKompetenzCentrums (HKC) sowie durch Angebote der Wasserschule ergänzt. Parallel zur Bürgerveranstaltung fand die jährliche Hochwasserschutzübung statt. Dabei wurden unter anderem mobile Hochwasserschutzwände, der Notausstieg des Rheinufertunnels sowie ein Rettungssteg aufgebaut. Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte beteiligt, die 123 Stützen und 1.603 Dammbalken montierten. „Hochwasserschutz funktioniert nur, wenn Abläufe sitzen und das Zusammenspiel aller Beteiligten regelmäßig geübt wird. Der Hochwasserschutz-Tag verbindet genau das: Information, Übung und den Dialog mit den Menschen in Köln“, so Ulrike Franzke. Der Hochwasserschutz-Tag hat gezeigt: Hochwasserschutz ist mehr als Technik – er ist eine gemeinsame Aufgabe von Stadt, Infrastrukturbetreibern und Bevölkerung. Die StEB Köln haben das Jubiläum bewusst als offenen und erlebbaren Anlass gestaltet, der fachliche Expertise mit Bürgernähe verbindet. Gleichzeitig läutete der Tag das Jubiläumsjahr der StEB Köln ein. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen.
Die Startbaugrube des Dükers in Stammheim.

Neuer Rheindüker - Bauarbeiten schreiten planmäßig voran

Die Vorbereitungen für den Bau des neuen Rheindükers nähern sich dem Abschluss: Die StEB Köln haben die Baugruben für den Startschacht in Stammheim und den Zielschacht in Niehl fertiggestellt. Ab April 2025 beginnen die Tunnelbauarbeiten mit dem Rohrvortrieb unter dem Rhein – die Arbeiten liegen damit voll im Zeitplan. Tunnelbohrung zwischen Stammheim und Niehl ab Frühjahr 2025 Am Startschacht in Stammheim sind die Arbeiten weit fortgeschritten: Die 30 Meter tiefe Baugrube ist ausgehoben und der Schacht fertiggestellt. Derzeit werden die Stahlbetoneinbauten für den Rohrvortrieb hergestellt. Aus dem Zielschacht in Niehl musste zunächst das Grundwasser abgepumpt werden, jetzt ist der Schacht „trocken“. Auch hier beginnen nun die Stahlbetoneinbauten für den Rohrvortrieb, die im Februar 2025 abgeschlossen sein werden. Bis Ende 2024 wird auch der Inspektionsschacht fertiggestellt, über den die StEB Köln den neuen Düker per Kamera und Begehung kontrollieren können. Effizientes Bauen durch Rohrvortrieb Während der alte Rheindüker vor 95 Jahren noch oberirdisch gebaut und dann auf den Grund des Rheins abgesenkt wurde, erfolgt der Bau heute im Rohrvortrieb unter dem Rhein hindurch. Der Startschacht für den Neubau liegt in Köln-Stammheim in der Nähe des Großklärwerks. Dort werden die StEB Köln ab April 2025 einen Bohrkopf mit einem Außendurchmesser von vier Metern in die Erde treiben. Von Stammheim aus bohrt sich die Maschine 15 bis 25 Meter unter die Rheinsohle bis zum Zielschacht in Köln-Niehl. Die Dükerrohre werden stückweise hinter der Vortriebsmaschine eingeschoben. Ist der Zielschacht erreicht, wird die Vortriebsmaschine geborgen. Insgesamt werden zwei Rohrstränge im Abstand von fünf Metern hintereinander hergestellt. Der Zielschacht befindet sich in Köln-Niehl am bestehenden Dükeroberhaupt. Hier laufen bereits heute alle linksrheinischen Abwasserleitungen zusammen. Von diesem zentralen Sammelpunkt aus werden die Abwässer künftig im neuen Rheindüker unter dem Rhein hindurch nach Stammheim geleitet. Die Herstellung der Baugruben und der Rohrvortrieb enden voraussichtlich im Herbst 2026. Bis 2028 soll der neue Düker vollständig in Betrieb gehen. Der neue Rheindüker Der Rheindüker ist die Hauptschlagader des Kölner Abwassers – er verbindet das linksrheinische Köln mit dem Großklärwerk Köln-Stammheim. Im rechtsrheinischen Klärwerk werden über 80 Prozent der häuslichen und gewerblichen Abwässer Kölns gereinigt. Der alte Düker ist fast 100 Jahre alt und stößt an seine Kapazitätsgrenzen. Der neue Düker wird deutlich leistungsfähiger sein: Er kann künftig 6.000 Liter Abwasser pro Sekunde transportieren – eineinhalb Mal so viel wie bisher. Damit schafft der neue Rheindüker ausreichende Kapazitäten im Kölner Abwassersystem mit einer sicheren Ableitung für mindestens ein weiteres Jahrhundert. Weitere Informationen unter: www.rheindüker.koeln
Zwei Personen drehen an einem Stellrad während der Einweihung der Biogasanlage.

Mit Biogas Energie für die Zukunft erzeugen – Einweihung der neuen Biogasaufbereitungsanlage

Die StEB Köln haben heute die neue Biogasaufbereitungsanlage (BGAA) auf dem Großklärwerk in Köln-Stammheim offiziell in Betrieb genommen. Dieser wichtige Schritt ist Teil des umfassenden nachhaltigen Energiekonzepts der StEB Köln, das die Erreichung der Klimaziele der Stadt Köln und eine klimaneutrale Energieversorgung zum Ziel hat. In der BGAA wird überschüssiges Klärgas auf Erdgasqualität aufbereitet und in das Erdgasnetz eingespeist. Mit einer Aufbereitungskapazität von bis zu 800 Nm³/h Klärgas und einer Leistung von 4,9 MW stellt die Anlage einen wichtigen Baustein in der Energieinfrastruktur der Stadt dar. Die BGAA wird voraussichtlich rund 20 GWh Biomethan pro Jahr erzeugen, was einer signifikanten CO₂-Einsparung von rund 4.100 Tonnen pro Jahr entspricht. Effiziente Energienutzung und CO₂-Einsparung Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln, betont: „Die Inbetriebnahme der Biogasaufbereitungsanlage ist für uns ein Meilenstein. Damit verbessern wir nicht nur die Energiebilanz der Kläranlage erheblich, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO₂-Emissionen in Köln. Wir sind stolz darauf, mit diesem Projekt das enorme Potenzial der Kläranlage in Stammheim für die Energiewende zu nutzen. In naher Zukunft werden wir darüber hinaus den massiven Ausbau von Photovoltaikanlagen sowie die Errichtung einer Windenergieanlage vorantreiben, um unser Ziel der Klimaneutralität bis 2030 weiter zu unterstützen.“ Die StEB Köln haben durch die Zugabe von biogenen Abfälle in die Schlammbehandlung die Klärgasausbeute deutlich erhöht. Dieses zusätzliche Klärgas wird nicht nur in einem Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt, sondern nun auch in der neuen Biogasaufbereitungsanlage verwertet. Das aufbereitete Biomethan kann dann an anderen Standorten der StEB Köln, wie z.B. in weiteren Kläranlagen oder im Fuhrpark, zur Eigennutzung entnommen werden. Das Erdgasnetz fungiert somit als Langzeitspeicher und ermöglicht die Abgabe von Gasüberschüssen an Dritte zur Unterstützung des Kraftstoff- und Wärmemarktes. StEB Köln treiben Energiewende in Köln voran Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, gratulierte zur Inbetriebnahme der Biogasaufbereitungsanlage per Videobotschaft: „Bioenergie und insbesondere Biogas sind wichtige Bausteine unserer zukünftigen Energieversorgung. Biogas ist speicherfähig und trägt in Ergänzung zu Wind- und Solarenergie dazu bei, dass wir unabhängiger von fossilen Energieträgern aus geopolitisch problematischen Regionen werden. Mit ihrem beispielhaften Engagement gehen die Stadtentwässerungsbetriebe Köln als Innovationstreiber voran und setzen die Energiewende mit wegweisenden Erneuerbaren-Projekten konkret vor Ort um. Wenn nachhaltiges Wirtschaften und technologischer Fortschritt Hand in Hand gehen, stärken wir gemeinsam die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Nordrhein-Westfalen.“ William Wolfgramm, Dezernent für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln, betonte die bedeutende Rolle der StEB Köln in der kommunalen Energiewende: „Mit der Inbetriebnahme der Biogasaufbereitungsanlage wird überschüssiges Biogas sektorenübergreifend zwischen Klärwerk und Kommune genutzt. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur klimaneutralen Energieversorgung der Stadt Köln und zur Erreichung unserer Klimaziele. Die StEB Köln sind nicht nur ein verlässlicher Partner für eine zukunftsfähige Abwasserreinigung, sondern zeigen auch mit innovativen Ideen und Projekten, wie die Energiewende erfolgreich gestaltet werden kann.“ Klimaneutrale Zukunft: Ausbau erneuerbarer Energien durch die StEB Köln Die BGAA ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Stadt Köln, ihre ehrgeizigen Klimaziele bis 2035 zu erreichen. Nordrhein-Westfalen hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2045 treibhausgasneutral zu werden, wobei die kommunale Abwasserreinigung eine entscheidende Rolle spielt. Neben Projekten zur Biogasaufbereitung planen die StEB Köln auch den massiven Ausbau von Photovoltaikanlagen auf der Kläranlage, beispielsweise durch die Überdachung von Klärbecken. Darüber hinaus ist die Errichtung einer Windenergieanlage mit rund 4 MW Nennleistung in Planung. Diese Maßnahmen tragen zur Sektorenkopplung bei, indem sie den flexiblen Einsatz verschiedener Energieträger ermöglichen und zur Stabilisierung der Stromnetze beitragen. Darüber hinaus wurde im Rahmen des Innovationswettbewerbs Energie.IN.NRW das Forschungsprojekt „FlexAqua“ zur Förderung empfohlen. In diesem Projekt soll das Großklärwerk Köln-Stammheim als Modell für die Erschließung energetischer Flexibilisierungsoptionen mithilfe künstlicher Intelligenz genutzt werden. Die Einweihung der Biogasaufbereitungsanlage ist damit nicht nur ein wichtiger Schritt für die StEB Köln, sondern auch für die gesamte Stadtgesellschaft. Mit diesem innovativen Ansatz leisten die Stadtentwässerungsbetriebe Köln einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung einer klimaneutralen und nachhaltigen Energiezukunft. Foto: StEB Köln. Im Vordergrund Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln, und William Wolfgramm, Dezernent für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln bei der symbolischen Inbetriebnahme der Biogasaufbereitungsanlage; im Hintergrund die Projektbeteiligten auf der Treppe der Anlage. Das Foto darf nur in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden. Eine Archivierung ist nicht gestattet.