Was gehört nicht in den Abfluss oder die Toilette?
Viele Menschen machen sich keine Gedanken darüber, was mit den Dingen passiert, die sie in den Abfluss oder die Toilette kippen. Doch was an Grob- und Schadstoffen in das Abwasser gelangt, landet letztlich auch im Wasserkreislauf. Falsch entsorgte Abfälle belasten nicht nur die Rohrleitungen und das Kanalnetz, sie stören und erschweren auch die Reinigung des Abwassers in dem Klärwerk. Das kann teure Konsequenzen haben: von Rohrverstopfungen bis hin zu steigenden Abwassergebühren. Auch können nicht alle Stoffe in den Klärwerken rückstandslos herausgeholt werden und belasten dadurch die Gewässer.
Inhaltsverzeichnis
Umwelt schützen: Richtige Entsorgung von Abfällen im Haushalt
- Feuchttücher & Hygieneartikel: Feuchttücher, Abschminktücher, Tampons, Slipeinlagen, Wattestäbchen, Kondome und Windeln zersetzen sich nicht im Wasser und können Pumpwerke sowie Rohrleitungen verstopfen. Trotz ihrer Bezeichnung als „spülbar“ sind sie eine der Hauptursachen für Verstopfungen im Abwassersystem. Einfach über die Restmülltonne entsorgen.
- Küchenabfälle, Öle und Fette: Essensreste, Bratfett oder Speiseöl führen zu Ablagerungen in den Rohren und erhöhen das Risiko von Verstopfungen. Fett verklumpt im Abfluss und bildet sogenannte „Fettberge“, die nur mit großem Aufwand entfernt werden können. Bitte über die Bio- oder Restmülltonne entsorgen.
- Medikamente: Arzneimittel bzw. Arzneimittelreste gelangen als Spurenstoffe ins Wasser und können das ökologische Gleichgewicht von Flüssen und Seen stören. Untersuchungen zeigen, dass derzeit über 150 Arzneimittelwirkstoffe in deutschen Gewässern nachgewiesen werden können. Alte Medikamente können über die Restmülltonne entsorgt werden.
- Chemikalien: Farben, Lacke, Lösungsmittel oder aggressive Reinigungsmittel sind umweltschädlich und dürfen nicht über den Abfluss entsorgt werden. Sie können nicht nur das Grundwasser belasten, sondern auch die Klärprozesse in den Anlagen stören. Bitte zum Wertstoff-Center oder Schadstoffmobil der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln bringen.
- Zigarettenkippen & Katzenstreu: Sie enthalten Schadstoffe, die die Wasserqualität negativ beeinflussen und sich in der Umwelt anreichern können. Die Restmülltonne ist der richtige Ort für die Entsorgung.
- Textilien: Textilien gehören nicht in Abfluss oder Toilette, weil sie sich nicht auflösen und Rohre verstopfen können. Sie beschädigen Kläranlagen und Pumpen; zudem belasten synthetische Fasern als Mikroplastik die Umwelt. Außerdem wird so das Recycling wertvoller Ressourcen verhindert. Textilien sollten über Altkleidercontainer oder den Restmüll entsorgt werden.
- WC-Steine, Wasserkastenzusätze: WC-Steine sind für die Hygiene im Badezimmer nicht notwendig und belasten die Umwelt. Sie lösen sich über die normale Toilettenspülung auf und ihre Inhaltsstoffe landen im Abwasser. Wer sie trotzdem einsetzen möchte: Die leeren Halterungen gehören in die Wertstofftonne.
Anziehend für Ratten
Lebensmittelreste, die über die Toilette entsorgt werden, locken Ratten an – sowohl in der Kanalisation als auch an der Oberfläche. Die StEB Köln ergreifen prophylaktische Maßnahmen, indem sie an bekannten Brennpunkten Köder auslegen und Aufklärungskampagnen durchführen. Besonders problematische Bereiche sind Orte mit hoher Müllproduktion wie Imbissbuden oder Gastronomiebetriebe, aber auch Spielplätze, wo häufig viele Essensreste in und um Mülleimer herum entsorgt werden. Eine verantwortungsvolle Entsorgung von Essensresten, altem Speiseöl und Co. trägt dazu bei, die Rattenpopulation zu kontrollieren.
Wie die StEB Köln helfen
Die StEB Köln setzen auf Prävention und Aufklärung, um die Belastung des Abwassers zu reduzieren. Durch regelmäßige Kampagnen, Informationsflyer und hier auf unserer Website klären wir die Bürgerinnen und Bürger darüber auf, was in den Abfluss gehört – und was nicht. Zudem investieren wir in eine moderne Kläranlagen-Technologie, um Schadstoffe bestmöglich zu entfernen und die Umwelt zu schützen.
Fazit: Jeder kann mithelfen!
Eine bewusste Abfallentsorgung schont die Umwelt, hält die Kanalisation funktionsfähig und hilft, Kosten zu senken. Sie können aktiv zum Umweltschutz beitragen, indem Sie darauf achten, was in den Abfluss oder die Toilette gelangt.
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