Zu "Kölns Pumpwerke"
Kölner Pegel

Hochwasser­pump­werk Werthweg: Rückstau? Keine Chance.

Pumpwerk Werthweg, links verläuft der Deich, im Hintergrund sind Bäume
Pumpwerk Überflutungsvorsorge Hochwasser

Das Pumpwerk Werthweg ist ein wichtiger Bestandteil des Hochwasserschutzsystems im Kölner Norden. Es befindet sich direkt am Worringer Deich und schützt die tieferliegenden Stadtteile zwischen Worringen, Rheinkassel und Fühlingen.

Kompakt, leistungsstark, zukunftsfähig

Das Pumpwerk Werthweg im Sonnenschein. Der Himmel ist blau und wolkenlos.

Das Pumpwerk Werthweg liegt direkt am Worringer Deich und ist Teil eines umfassenden Neustrukturierungsprojekts der StEB Köln. Vor dem Bau wurde geprüft, ob eine Sanierung des vorhandenen, rund 50 Jahre alten Hochwasserpumpwerkswirtschaftlich sinnvoll ist. Das Ergebnis war klar: Ein kompletter Neubau war effizienter, leistungsfähiger – und technisch zukunftssicher.

Das neue Pumpwerk vereint heute mehrere frühere Einzellösungen an einem  Standort:

  • das alte Hochwasserpumpwerk
  • das provisorische Mischwasserpumpwerk in ehemaligen Klärbecken
  • und die technisch überholte Mischwasserbehandlungsanlage

Die moderne, integrierte Technik schließt auch eine neu errichtete Hochwasserdoppelschieberanlage ein, die den Beckenüberlauf zuverlässig gegen eindringendes Rheinhochwasser schützt. Die Schwelle des Stauraumüberlaufs ist so konstruiert, dass sie für zusätzliches Kanalstauraumvolumen angehoben werden kann – ideal bei  Einzugsgebietsentwicklungen.

Funktion bei Hochwasser

Ab einem Rheinpegel von 5 m schließt sich die Schieberanlage automatisch. Die Hochwasserpumpstation fördert das im Kanalnetz angestaute Wasser dann mit bis zu 5.000 Litern pro Sekunde sicher über den Deich in den Rhein. Damit schützt sie das nördliche Kanalnetz sowie die Kläranlage Langel zuverlässig vor Rückstau und Überflutung.

Architektur & Gestaltung: Technik mit Haltung

Pumpwerk Werthweg, links verläuft der Deich, im Hintergrund sind Bäume

Neben der technischen Funktion spielte auch die gestalterische Integration in die Rheinuferlandschaft eine wichtige Rolle. Der Entwurf des Architekturbüros Lepel & Lepel soll auch die Bedeutung der unterirdischen Ingenieurbauwerke widerspiegeln.

Materialien aus dem Landschaftsbau wieGabbionen mit Grauwackefüllung, Lärchenholzverkleidungen und eine extensive Dachbegrünung wurden eingesetzt. Das Gebäude wirkt dadurch ruhig,  modern und fügt sich bewusst in die Rheinlandschaft ein.

Technische Ausstattung

  • Typ: Hochwasserpumpanlage, Mischwasserpumpanlage
  • Einzugsgebiet: Köln-Worringen, Köln-Roggendorf, Köln-Thenhoven
  • Gesamtförderleistung: 5.000 l/s + 140 l/s
  • Betrieb ab: 4,80 m Kölner Pegel (KP)
  • Inbetriebnahme: 2007
  • Investitionskosten: 12,2 Mio. €

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