Kölns Pumpwerke
Köln zählt über 140 Pumpwerke – mit Hilfe von Pumpen transportieren und leiten sie kontrolliert Abwasser und Regenwasser ab und helfen so, Köln vor Überflutungen zu schützen.
Drei Typen, ein Ziel: Köln vor Überflutungen schützen
Es gibt drei verschiedenen Pumpwerk-Typen: Hochwasserpumpwerke, Abwasserpumpwerke und Regenwasserpumpwerke.
Hochwasserpumpwerke
Hochwasserpumpwerke befinden sich in Gewässernähe – im Fall von Köln typischerweise in einem der zahlreichen Auslasskanälen zum Rhein.
Bei ansteigendem Rheinpegel kann das im Kanalsystem gespeicherte, nicht klärpflichtige Mischwasser nicht mehr im freien Gefälle dem Rhein zulaufen. Ab diesem Moment kommen die Pumpen der Hochwasserpumpwerke zum Einsatz, die das Mischwasser über den Auslasskanal in den Rhein (den so genannten Vorfluter“) fördern.
Dabei überwindet das Mischwasser auch die geschlossenen Hochwasserschieber, die bei steigenden Rheinpegeln grundsätzlich dafür sorgen, dass eine rückwärtige Überflutung des Stadtgebiets über die Auslasskanäle verhindert wird. Das hinter den geschlossenen Schiebern eingestaute Wasser wird dabei mit Pumpen gehoben und flussseitig – also hinter den verschlossenen Schiebern – wieder in den Auslasskanal eingeleitet.
Mischwasserpumpwerke
Mischwasserpumpwerke sind für Köln wichtig: Bedingt durch seine topografische Lage hat das Kölner Stadtgebiet ein weites und flaches Kanalnetz. Bei Starkregenereignissen kann die Aufnahmefähigkeit des Kanalsystems, das Regen- und Abwasser sammelt, an ihre Grenzen stoßen. Das klärpflichtige Mischwasser kann nicht mehr ungehindert zu den Klärwerken transportiert werden. Mischwasserpumpwerke sorgen dann dafür, dass das im Kanalnetz eingestaute Mischwasser in vorgelagerte Sammelbecken – so genannte Pumpensümpfe – gelangt und dann höhenstandsgesteuert über die Kanalisation zu den Klärwerken gefördert wird.
Regenwasserpumpwerke
Auch wenn die Kölner Kanalisation fast flächendeckend im Mischsystem läuft, gibt es neben den Mischwasserpumpwerken auch viele reine Regenwasserpumpwerke. Hier wird bei Starkregenereignissen das Regenwasser in der Regel in Regenrückhaltebecken gesammelt und zeitverzögert mit Pumpen in weiterleitende Transportsammler gefördert, die dann in einer der fünf Kläranlagen Kölns münden. Dort erfolgt die abschließende mechanische und biologische Reinigung, bevor das gereinigte Abwasser kontrolliert in den Rhein geleitet wird