Gewässermahd
Mähboote auf einem Weiher? Was aussieht wie ein ungewöhnlicher Wassertraktor, ist Teil eines gut abgestimmten Pflegeplans. Die StEB Köln setzen die Geräte in den Sommermonaten für die Pflege der Parkweiher ein.
Was ist Gewässermahd?
Parkweiher haben keinen natürlichen Zufluss. Sie sind flach, erwärmen sich im Sommer schnell und reagieren empfindlich auf Nährstoffeinträge. Die kommen zum Beispiel durch herabfallendes Laub oder Futterreste ins Wasser. Insbesondere durch das Füttern von Enten gelangt viel Phosphor ins Ökosystem. Das regt das Pflanzen- und Algenwachstum an – der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt. Wenn nicht gegengesteuert wird, kippt der Weiher: Fische sterben, das Wasser riecht und wird trüb.
Damit das nicht passiert, mähen die StEB Köln regelmäßig die Wasserpflanzen und entfernen abgestorbene Biomasse vom Gewässergrund. Denn nur ein gepflegter Weiher ist ein stabiler Lebensraum – für Tiere, Pflanzen und Menschen.
Wie gehen die StEB Köln bei der Gewässermahd vor?
Die Mahd erfolgt in der Regel ein- bis zweimal pro Jahr – je nach Zustand des Gewässers und stets mit Rücksicht auf die Tierwelt: außerhalb sensibler Brut- und Laichzeiten. Grundlage sind regelmäßige Wasseranalysen, ökologische Bewertungen und Sichtkontrollen.
Je nach Tiefe und Zugänglichkeit des Gewässers kommen verschiedene Geräte zum Einsatz:
Mähboote fahren wie Rasenmäher auf dem Wasser. Ihre rotierenden Schneidwerke kürzen die Wasserpflanzen auf die gewünschte Länge.
Amphibienfahrzeuge arbeiten dort, wo das Wasser flacher wird oder Uferzonen schwer erreichbar sind.
Manuelle Mahd erfolgt per Hand – etwa in besonders empfindlichen oder geschützten Uferbereichen.
Bei der Gewässermahd werden die Pflanzen zurückgeschnitten und meist zusammen mit bereits verrotteten Pflanzenteilen aus dem Wasser geholt. In schwer erreichbaren Uferzonen übernehmen die Wasserbauer*innen per Hand. Das Schnittgut wird nicht einfach entsorgt, sondern ökologisch weiterverwertet: Es wird kompostiert oder als Biomasse genutzt.
So bleibt der Weiher ökologisch stabil – und ein gesunder Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Wie solche „Teichrasierer“ funktionieren, erklärt übrigens eine Sachgeschichte der Sendung mit der Maus.
Teichrasierer – Sendung mit der Maus
Gut zu wissen!
Das Füttern von Enten oder anderen Teichbewohnern ist verboten. Futterreste wie Brot enthalten viele Phosphate, die das Algenwachstum zusätzlich anregen und ungesund für die Tiere sind. Es kann zu Verdauungsstörungen und Mangelerscheinungen führen.
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