Rheindüker-Bau geht in die nächste Phase – Rohreinzug erfolgreich getestet
Die StEB Köln haben eine entscheidende Testphase beim Bau des neuen Rheindükers erfolgreich abgeschlossen. Um einen reibungslosen Rohreinzug im größeren der beiden Tunnel zu gewährleisten, wurden in den vergangenen Wochen eine Reihe präziser Probeläufe durchgeführt. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen steht dem finalen Rohreinzug nun nichts mehr im Wege.
Damit der neue Rheindüker das Abwasser von der linken Rheinseite künftig zum Großklärwerk Köln-Stammheim leiten kann, fehlen im Tunnelinneren der großen Vortriebsröhre „Henriette“ aktuell noch die Abwasser- und Medienrohre. Um sicherzustellen, dass der finale Einzug dieser Rohre reibungslos funktioniert, haben die StEB Köln in den letzten Wochen die Statik des gesamten Systems und die geplante Einzugskonstruktion getestet.
Dazu wurde das Tunnelinnere der großen Vortriebsröhre mehrfach mit Montage- und Transportwagen befahren, um die Durchgängigkeit sowie die geplante Einzugskonstruktion unter Realbedingungen zu testen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Untersuchung physikalischer Einflüsse wie Zugkraft und Reibung. Zusätzlich wurde ein realitätsnaher Testlauf mit einem sogenannten Dummy durchgeführt. Dabei wurde eine zwölf Meter lange Transporteinheit mit den entsprechenden Leitungen bestückt und erfolgreich durch den Tunnel „Henriette“ gezogen.
„Mit den erfolgreichen Testläufen haben wir eine wichtige Voraussetzung für den nächsten großen Bauabschnitt geschaffen“, sagt Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln. „Der Rohreinzug ist technisch anspruchsvoll und ein zentraler Schritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme des neuen Rheindükers.“
Der eigentliche Rohreinzug beginnt in Kürze und wird voraussichtlich mehrere Monate dauern. Dabei werden die Rohre abschnittsweise in den rund 940 Meter langen Tunnel eingebracht und dauerhaft installiert. Anschließend folgen weitere technische Ausbauarbeiten sowie die Fertigstellung der Schachtbauwerke. Die Inbetriebnahme des neuen Rheindükers ist weiterhin für das Jahr 2028 geplant.
Der Neubau des Rheindükers ersetzt die alte Anlage aus dem Jahr 1928 und sorgt mit insgesamt drei Abwasserrohren im Tunnelinneren künftig für eine zuverlässige und zukunftssichere Abwasserentsorgung. Insgesamt investieren die StEB Köln rund 110 Millionen Euro in das Projekt, das bis zum Jahr 2028 vollständig in Betrieb genommen werden soll.
Foto: StEB Köln – Sie sehen den Probelauf des Rohreinzugs. Das Foto darf ausschließlich im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.