Rat der Stadt Köln stimmt Gebührensätzen zu

Fünf Faultürme auf dem Großklärwerk in Stammheim bei strahlend blauem Himmel

Zum 1. Januar 2027 werden die Abwassergebühren in Köln angepasst. Der Rat der Stadt Köln hat den neuen Gebührensätzen zugestimmt. Die Kalkulation erfolgt – wie gesetzlich vorgeschrieben – auf Basis des Kommunalabgabengesetzes (KAG). Für einen Musterhaushalt (vierköpfige Familie mit 130 m² Fläche) mit einem Jahresverbrauch von 200 Kubikmetern steigen die durchschnittlichen Abwassergebühren pro Jahr um 30,40 € – eine Erhöhung um rund 5,71 Prozent.

Warum die Gebühren steigen

Hervorgerufen wird die Anhebung der Gebührensätze neben allgemeinen Preissteigerungen durch höhere Plankosten in folgenden Bereichen:

  • Personal, u. a. tarifbedingt
  • Abschreibungen, u. a. durch erhöhte Bautätigkeiten
  • sonstiger betrieblicher Aufwand, u. a. durch die Umsetzung des § 2b UStG (diverse Dienstleistungen, welche von der Stadt Köln für die StEB Köln erbracht werden, unterliegen ab 2027 der Mehrwertsteuer)

Dadurch reichen die bisherigen Gebühren nicht mehr aus, um die gesetzlichen Aufgaben der Abwasserbeseitigung verlässlich zu erfüllen.

Die neuen Gebührensätze ab 2027

  • Schmutzwasser: 1,86 €/m³ (2026: 1,76 €/m³)
  • Niederschlagswasser: 1,47 €/m² befestigte Fläche (2026: 1,39 €/m²)

Damit steigen die Schmutzwassergebühren um 10 Cent je Kubikmeter und die Niederschlagswassergebühren um 8 Cent je Quadratmeter.

Köln zählt weiterhin zu den günstigen Großstädten

Im NRW-Vergleich bleibt Köln unter den preisgünstigen Kommunen. Die StEB Köln nehmen zudem bewusst eine Gebührenunterdeckung von rund 21,4 Millionen Euro in Kauf, um die Belastung für Haushalte zu begrenzen.