Kölner Pegel

Spatenstich für Klärschlammverwertungsanlage in Köln-Merkenich

Sechs Personen in Arbeitskleidung setzen den symbolisch ersten Spatenstich zum Bau der Klärschlammverbrennungsanlage.

Wichtiger Meilenstein für eine zukunftssichere Abwasserentsorgung in Köln und der Region

Mit einem gemeinsamen Spatenstich haben die StEB Köln, die KLAR GmbH, die Bundesstadt Bonn und zwölf weitere kommunale Partner den Bau der neuen Klärschlammverwertungsanlage in Köln-Merkenich offiziell eingeläutet.

Das Projekt ist ein zentraler Baustein für die langfristig sichere und gesetzeskonforme Verwertung von Klärschlamm in Köln und der Region. Die Anlage wird über eine Kapazität von rund 39.000 Tonnen Trockenmasse pro Jahr verfügen und künftig die Entsorgung für rund zwei Millionen Menschen aus Köln, Bonn und dem Umland gewährleisten.

Neben der sicheren Entsorgung steht vor allem die Rückgewinnung wertvoller Ressourcen im Fokus. Durch die thermische Behandlung des Klärschlamms entsteht Asche, die als Grundlage für die Rückgewinnung von Phosphor dient. Phosphor ist ein unverzichtbarer Rohstoff, dessen Rückgewinnung gesetzlich vorgeschrieben ist und der einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung leistet. Die Anlage in Merkenich schafft hierfür die notwendigen Voraussetzungen und setzt damit ein wichtiges Zeichen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Darüber hinaus ist die Anlage Teil eines modernen Verwertungskonzepts: Perspektivisch soll sie auch Energie bereitstellen, unter anderem in Form von Wärme für Haushalte sowie Strom und Energie für Industriebetriebe im Kölner Norden.

Mit dem Baubeginn tritt das Projekt in die nächste Phase seiner Umsetzung ein. Die StEB Köln bringen ihre fachliche Expertise aktiv in die Entwicklung und Realisierung der Anlage ein und leisten damit gemeinsam mit ihren Partnern einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Infrastrukturentwicklung in der Region.