Mischwasser- und Hochwasser­pumpanlage Bremerhavener Straße

Pumpwerk Bremerhavener Straße
Pumpwerk Überflutungsvorsorge Hochwasser

Die Mischwasser- und Hochwasserpumpanlage Bremerhavener Straße übernimmt eine wichtige Aufgabe beim Schutz des Kölner Kanalnetzes. Bei Starkregen und Hochwasser entlastet sie den Bickendorfer und Longericher Sammler, schafft zusätzlichen Speicherraum im Kanalnetz und schützt den Industriesammler Niehl vor Rückstau. 

Funktion bei Starkregen und Hochwasser

Pumpwerk Bremerhavener Straße

Bei Starkregen und Hochwasser wird die Mischwasser- und Hochwasserpumpanlage automatisch aktiviert, sobald definierte Wasserstände erreicht werden. Mit einer Gesamtförderleistung von rund 6.400 Litern pro Sekunde leitet sie große Wassermengen kontrolliert in den Rhein ab. So trägt die Anlage dazu bei, Rückstau und Überflutungen im Kölner Kanalnetz zu vermeiden.

Architektur & Sicherheits­vorkehrungen

Bei der Gestaltung der Pumpanlage verfolgte das Architekturbüro Felder das Ziel, Technik und Architektur miteinander zu verbinden. Die überwiegend unterirdisch angeordnete Anlage wird durch den oberirdischen Baukörper mit transluzenter Verglasung sichtbar gemacht. Die markante Gestaltung mit der konvexen Auskragung und dem zweigeschossigen Trafohaus verleiht der Pumpanlage ein eigenständiges architektonisches Erscheinungsbild.

Auch im Hinblick auf die Betriebssicherheit ist die Anlage besonders ausgelegt: Im Falle eines Stromausfalls erfolgt die Energieversorgung über eine Noteinspeisung aus dem benachbarten Pumpwerk St. Leonardus-Straße. Dadurch bleibt die Pumpanlage auch bei einem Ausfall der regulären Stromversorgung betriebsbereit und kann ihre wichtige Aufgabe für den Hochwasser- und Starkregenschutz weiterhin erfüllen.

Technische Ausstattung

  • Typ: Mischwasser- und Hochwasserpumpanlage 
  • Einzugsgebiet/Funktion: Entlastung des Bickendorfer und Longericher Sammlers sowie Schutz des Industriesammlers Niehl (linksrheinisches Einzugsgebiet des Klärwerks Köln-Stammheim)
  • Gesamtförderleistung: 6.400 l/s
  • Hochwasserbetrieb: bei Rheinwasserständen von ca. 8 bis 10 m Kölner Pegel (KP)
  • Inbetriebnahme: 2008
  • Investitionskosten: 5,32 Mio. €

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